Was erwartet uns in den nächsten 5 Jahren?

Die neue Bundesregierung hat auf 5 Seiten ihre Vorstellungen über ihre Reformideen zu Thema Gesundheitssystem dargestellt und mit Beate Hartinger-Klein eine Wirtschafswissenschafterin/Unternehmensberaterin mit Erfahrung im Bereich der Sozialverischerungen an die Spitze des neuen Sozial- und
Gesundheitsministerium gestellt.

Dazu ein paar kurze Überlegungen:

Die Zusammelegung der beiden Ministerien ermöglicht unter Umständen eine
besser Steuerung von Geldern, da sich die Finanzierung von  Prävention
über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bis hin zur Palliation
und Pflege bislang immer nur aufgesplittert darstellen liess. Wie das Alles sich tatsächlich in der Praxis umsetzten lässt, bleibt vorerst noch offen, ebenso ob
es professionell und sinnvoll ohne neue Eigeninteressen gestalten lässt..

Die Zuammenlegung der Sozialversicherungsträger (5 KK, 1Pensionsversicherung, Reform oder Integrati0n der AUVA) mag sinnvoll sein oder nicht – eine Reform in diesem Bereich ist allerdings schon seit Jahren überfällig. Begrüssenswert in jedem Fall  ist
die Leistungsharmonisierung und die geplante Honorarharmonisierung – wobei beides  zu keiner Verschlechterung der Versorgung undFinanzierung der Kollegenschaft führen darf!

Das Aufweichen der Verschwiegenheitspflicht im Bereich von Asylverfahren ist auf alle Fälle kritisch zu beobachten und zu hinterfragen, für manche Fälle auch derzeit schon gesetzlich geregelt, generell abzulehnen! Mit der Gesundheit von  Menschen darf  nicht  gespielt werden und gesundheitsrelevante Daten dürfen nicht  gegen den Patienten, woher er auch immer kommen möge, verwendet werden.

Es sollte  einen österreichweiten Gesamtvertrag geben und gleichzeitig mittels Ab- und Zuschlägen auch argumentierbare und sinnvolle Unterschiede – und länderweise Budgetautonomie?  Und die Anstellung „Arzt bei Arzt“ ? Wer dabei was verhandeln wird, wird sich zeigen, zu hoffen bleibt, dass niemand versucht, andere gegeneinander auszuspielen.

Die Ankündigungen  bezüglich der Verbesserungen im Bereich der Allgemeinmedizin (Attraktivität, Stipendien für LandärztInnen, FA für Allgemeinmedizin etc.) und vermehrt KK-Stellen im ländlichen Bereich lässt hoffen.
Die Adaptierung des PHC Gesetztes in Berzug auf Flexibilisierung für
Ärzte ist sicherlich positiv zu bewerten, allerdings bleiben viele Formulierungen schwammig und unkonkret v.a. in Bezug auf wohnortnahe Versorgung und Zentren am Land – hier bleibt abzuwarten, wie die Ideen sich im Detail niederschlagen.

Kinder- und Jugendmedizin, Prävention, Gendermedizin, Steuerung im Gesundheitswesen und einige andere Stichworte sind wichtig, aber nicht ausgeführt.

Man könnte noch viele weitere Punkte diskutieren – in Summe ist es eine teils ambitionierte, teils klientelzentriertes und vereinzelt auch seltsame Sammlung an Ideen – die Umsetztung der meisten davon ist jedoch noch in keinster Weise durchdacht und ausformuliert.

Wichtig ist, die Gründe der Entscheidungen zu hinterfragen, die Auswirkungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls gezielt zu reagieren.

Sicher wird es aber in den nächsten Jahren spannend  für uns Alle. Vorsicht geboten ist allerding bei den Eigeninteressan aller Beteiligten – wir dürfen uns weder benützen noch gegeneinander ausspielen lassen!

Wir lassen uns gerne positiv überraschen, Frau Gesundheitsministerin – Auf geht´s!

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