Wie sich die Jungen ihre Ausbildung vorstellen…

ASKLEPIOS – UNION Hauptforderungen für Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung

*Approbation mit Abschluss des Studiums.
Mit Implementierung des KPJ in die neue Studienordnung analog anderer EU-Staaten ist es völlig unverständlich, warum ein Absolvent einer Österreichischen Medizinischen Universität schlechter qualifiziert sein soll als seine KollegInnen aus vergleichbaren EU-Staaten. Nach dem Studium soll sofort mit der Facharztausbildung begonnen werden können, wobei hier eine Aufwertung des Arztes für Allgemeinmedizin zum Facharzt für Allgemeinmedizin erfolgen soll. Die Basisausbildung soll ersatzlos gestrichen werden. Eine Anstellung eines approbierten Arztes darf nur in einem Ausbildungsverhältnis erfolgen, es sollen Nebenverdienstmöglichkeiten für approbierte Ärzte in Ausbildung möglich sein (z.b.: Blutspendedienst, Notarzt). Die Notarztausbildung soll qualitativ verbessert werden mit verpflichtender Ausbildung auf einer Notaufnahme sowie einer unfallchirurgischen Ambulanz und einer Anästhesie.

*Streichung des Begriffs „Turnusarzt“ aus sämtlichen Gesetzestexten, Verordnungen etc. – dieser Begriff ist in den letzten Jahren beinahe zu einem Synonym für Spritzenschani, Mädchen für Alles, Arbeitssklave und ähnliches geworden. Wir sind Ärzte und Ärztinnen -wenn auch in Ausbildung – dies muss immer im Vordergrund stehen. Wir haben uns Respekt verdient. (vergleiche Psychotherapeutengesetz: Psychotherapeut i.A.)

*Rotationsmodelle:
Nicht nur innerhalb von Gemeindespitälern sollen Rotationen im Rahmen der Ausbildung möglich sein, sondern auch mit privaten Trägern und der MUW sollen Ausbildungskooperationen geschlossen werden -vor allem für die neue Ausbildungsordnung der Allgemeinmediziner. Zu Jahresbeginn muss die Rotationsplanung mitgeteilt werden – wir haben auch ein Privatleben, welches wir uns gerne selber gestalten würden. Es ist uns völlig unverständlich, warum JungmedizinerInnen in ihrem Krankenhaus „Stehzeiten“ absolvieren müssen, obwohl in anderen Krankenhäusern freie Ressourcen -vor allem in den „kleinen“ Fächer- bestehen. Weiters ist die Vernetzung der Ärzteschaft vor allem mit der Uniklinik von großer Bedeutung – man muss unserer Ansicht nach auch in den Universitätsklinik-Alltag bzw. in den Alltag der Gemeindespitäler „schnuppern“ können, um ein Verständnis für die Anliegen und Arbeitsweise der KollegInnen zu erlangen.

*Lehrpraxis:
bereits zu Beginn der Ausbildung. Eine unerträgliche Situation für viele KollegInnen in der neuen Ausbildungsordnung: Die Lehrpraxis, die in der jetzigen Form am Ende der Ausbildung zu erfolgen hat, ist eine lose-lose Situation für alle Beteiligten: Für die Auszubildenden massive finanzielle Verluste (statt dem Spitalsgehalt ca.1400€ brutto in der Lehrpraxis – Stichwort Alleinerziehende) und für den Ausbildenden (erhöhter Zeit-und Arbeitsaufwand sowie finanzielle Belastung).
Voll finanzierte Lehrpraxen auch im Facharztbereich bei gleichzeitiger intra- und extramuraler Zusammenarbeit. Der Arzt in Ausbildung soll hierbei im Krankenhaus angestellt bleiben können, auch während der Lehrpraxis. Die Finanzierung für beide Seiten muss endlich gesichert werden, und zwar in einer akzeptablen Höhe!

*Skill&Grade Mix
-zuvor Rahmenleitlinie Medizin und Pflege, zuvor Arbeitspaket 7 (AP7) – muss endlich flächendeckend umgesetzt werden! Es ist skandalös, dass im Jahr 2017 -nach 10 (zehn!!!) Jahren – trotz gültiger Vereinbarung diese auf einem Großteil der Abteilungen bis dato noch immer nicht umgesetzt ist!

*Mentoring
ist unerlässlich für eine gute Ausbildung. Dieses eigentlich beschlossene Programm muss auch Abbildung in der Personalbedarfsberechnung finden, eine fundierte Ausbildung benötigt auch qualifizierte KollegInnen, die ZEIT für die Ausbildung haben.

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